Die Zukunft braucht klare Positionen.

Wie gestalten wir die politischen Rahmenbedingungen für die Stadt von morgen?

Die Stadt von morgen wird heute entschieden.

Eine klimafitte Stadt, grüne Energie, verlässliche Öffis, ein gutes Leben für alle: das ist unser Antrieb. Auf unserer digitalen Public Affairs Plattform zeigen wir, wie Klimaneutralität, Leistbarkeit und Versorgungssicherheit zusammenpassen. Mit Praxiswissen liefern wir Beiträge für politische Entscheidungen in der Mobilitäts-, Infrastruktur- und Energiepolitik von Wien bis Brüssel. Denn die Zukunft entscheidet sich jetzt – und wir reden mit.

Aktuelles

orangene Rohre auf Gebäude© Simon Boxus
10.03.2026

EU-Industrial Accelerator Act: Neue „Made in Europe“-Anforderungen

Die Europäische Kommission hat am 4. März ihren lang erwarteten Vorschlag für einen Industrial Accelerator Act (IAA) vorgestellt. Das neue Instrument ist Teil des Clean Industrial Deal und soll Europas Wettbewerbsfähigkeit stärken, indem Produktionskapazitäten für saubere Technologien ausgebaut und die Nachfrage nach in Europa hergestellten Produkten gesteigert wird. Der Vorschlag enthält unter anderem neue Kriterien für „Made in EU“ und „kohlenstoffarme“ Produkte in der öffentlichen Beschaffung sowie Maßnahmen zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren und zur Steuerung ausländischer Investitionen in strategischen Industrien. Damit greift die Kommission zentrale industrie- und energiepolitische Fragen auf: Wie kann Europa seine industrielle Basis stärken, auf die Konkurrenz aus den USA und China reagieren und gleichzeitig die Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft vorantreiben?

Verkehr in Wien© Kristine Kozaka
08.03.2026

Gastbeitrag: Mobilitätsdaten als Schlüssel für die Zukunft – Zusammenarbeit für Qualität und Resilienz

Mobilitätsdaten sind das Fundament eines modernen Verkehrssystems. Ihre Qualität entscheidet darüber, wie effizient, nachhaltig und sozial inklusiv unsere Mobilität ist. In Wien wurde mit dem Aufbau der GIP als digitaler Zwilling des Verkehrssystems früh ein wichtiger Schritt gesetzt. Doch warum sind Mobilitätsdaten so entscheidend – und wie sichern wir ihre Qualität und Souveränität?

Wien Sykline bei Nacht© Fotalia
05.03.2026

Gastbeitrag: Digitale Souveränität als Teil moderner Daseinsvorsorge – Warum Europas Betreiber kritischer Infrastruktur jetzt handeln müssen

Wer kontrolliert im Ernstfall unsere Daten? Welche Zugriffsrechte gelten und wie unabhängig ist Europas digitale Infrastruktur wirklich? Fragen wie diese galten lange als technische Detailthemen - heute stehen sie im Zentrum einer strategischen Grundsatzdebatte. Mit zunehmenden geopolitischen Spannungen rückt Europas digitale Handlungsfähigkeit in den Fokus. Die Abhängigkeit von internationalen Infrastrukturlieferanten, Softwareherstellern, Cloud- und Plattformanbietern wird nicht mehr nur wirtschaftlich bewertet, sondern zunehmend als Risiko für Sicherheit und Resilienz verstanden. Für Betreiber kritischer Infrastruktur ist das unmittelbar relevant. Die Wiener Stadtwerke sehen digitale Stabilität inzwischen als Teil moderner Daseinsvorsorge. Resilienz endet nicht bei Energie, Mobilität oder Netzen – sie umfasst auch die digitale Ebene, auf der zentrale Systeme und Daten verlässlich funktionieren müssen.

Podium bei Brüssel-Event der Wiener Stadtwerke© Wiener Stadtwerke
04.03.2026

Strengthening Europe’s Resilience: Wiener Stadtwerke diskutierten in Brüssel über die Sicherheit kritischer Energie- und Mobilitätsinfrastrukturen

Die Geschäftsführung der Wiener Stadtwerke - Generaldirektor Peter Weinelt und Generaldirektor-Stellvertreterin Monika Unterholzner - war am 2. und 3. März in Brüssel, wo Termine mit hochrangigen politischen Vertreter*innen sowie mehrere Fachgespräche auf der Agenda standen. Höhepunkt des Aufenthalts war eine Abendveranstaltung im Wien-Haus unter dem Titel „Strengthening Europe’s Resilience: The Security of Critical Energy and Mobility Infrastructures“, bei der die Sicherheit und Resilienz kritischer Energie- und Mobilitätsinfrastrukturen im Mittelpunkt standen.

Fliegende Drohne über dem Haus des Meeres, im Hintergrund Blick über Wien.© Wien Energie
19.02.2026

Neuer EU-Aktionsplan gegen Drohnenbedrohungen – ein wichtiges Signal für Betreiber kritischer Infrastrukturen

Die Europäische Kommission hat am 11. Februar einen umfassenden Aktionsplan zur Bekämpfung der zunehmenden Drohnenbedrohung in der EU vorgelegt. Besonders hervorzuheben ist, dass die Kommission ausdrücklich anerkennt, wie stark Betreiber kritischer Infrastrukturen von dieser Entwicklung betroffen sind. Sie greift damit zentrale Themen auf, die für die Wiener Stadtwerke von hoher Relevanz sind und wichtige Elemente der bereits formulierten Anforderungen im Bereich Drohnen- und Infrastruktursicherheit widerspiegeln.

Nachtaufnahme Ring, beschleunigte Straßenbahn vor Staatsoper© Wiener Linien
18.02.2026

Stadt Wien und Wiener Linien starten Beschleunigungsoffensive für den öffentlichen Verkehr

Wien steht an einem Punkt, an dem die Weichen für die Mobilität der kommenden Jahrzehnte gestellt werden. Das Wiener Öffi-Netz gehört seit Jahren zu den leistungsfähigsten seiner Art: dicht getaktet, verlässlich, international anerkannt. Bereits heute werden 34 Prozent aller Wege in Wien mit den Öffis zurückgelegt – ein Spitzenwert, der zeigt, wie sehr die Menschen auf klimafreundliche, verlässliche Mobilität setzen.

Plan des Ersatzangebots der Stammstrecke der ÖBB und Wiener Linien© ÖBB Infrastruktur
12.02.2026

Modernisierung für ein verlässliches Öffi-System – Wiener Linien halten Wien mobil

Auch 2026 und 2027 wird intensiv an der Öffi-Infrastruktur in Wien gearbeitet. Neben den Modernisierungen der ÖBB auf der S-Bahn-Stammstrecke setzen auch die Wiener Linien gezielte Erneuerungs- und Instandhaltungsmaßnahmen im eigenen Netz um. Diese Modernisierungen sind notwendig, damit das öffentliche Verkehrsnetz auch künftig zuverlässig funktioniert und Wien die Mobilität bietet, auf die sich täglich Hunderttausende verlassen.

Baustelle der Wiener Linien für Tunnelabdichtungen© Wiener Linien
11.02.2026

Gastbeitrag: Sanierung unter der Stadt – Wie die Wiener Linien ihre Tunnel für die Zukunft abdichten

Für die meisten Fahrgäste bleiben sie unsichtbar, doch für den sicheren Betrieb der Wiener U-Bahn sind sie unverzichtbar: die Tunnelabdichtungen im Untergrund der Stadt erreichen vielerorts das Ende ihrer technischen Lebensdauer. Nach 40 bis 60 Jahren verlieren die eingesetzten Materialien an Funktionalität, Feuchtigkeit kann eindringen und langfristig Schäden an der Bausubstanz verursachen. Die Wiener Linien stehen daher vor einer umfassenden Sanierungsaufgabe – technisch anspruchsvoll, betrieblich sensibel und gleichzeitig zentral für die nachhaltige Entwicklung der städtischen Infrastruktur Wiens.

Autos im Stau© Jacek Dylag
05.02.2026

Gastbeitrag: Europa schneidet sich ins eigene Fleisch 

Die EU-Kommission ist bereit, die Klimaziele für den Verkehrssektor aufzuweichen. Die Abkehr vom Verbrenner-Aus reiht sich damit in eine lange Kette von Klima- und Umweltvorhaben, die die Europäische Union noch vor wenigen Jahren ambitioniert beschlossen hat und nun Schritt für Schritt zurücknimmt. Ob beim europäischen Lieferkettengesetz, bei der Entwaldungsverordnung, den Klimazielen für 2040 oder bei den Vorgaben für den Automobilsektor: Der Green Deal wird Stück für Stück filetiert. Was kurzfristig als Erfolg für Europas Wettbewerbsfähigkeit verkauft wird, wird uns früher oder später teuer zu stehen kommen. Denn in dem Glauben, sich selbst zu schützen, schneiden wir uns gerade massiv ins eigene Fleisch.

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